Qi Gong

SeeroseQi ist der allgegenwärtige feinste Stoff im Kosmos, die Lebensenergie. Übersetzt heisst es soviel wie Lebenskraft, Lebensenergie, Luft, Gas, Dampf des Getreides. Das Qi unterliegt ständigen Kreisläufen und Wandlungsprozessen. Durch die Kraft der Vorstellung und spezifische Methoden wird das Qi bewegt und verändert. Wir sprechen von nährenden Qi, verbrauchtem Qi, schützendem Qi oder schädigenden Qi.

Gong bedeutet sich Zeit zu nehmen für die bewusste Arbeit und Pflege der Energie mit bestimmten Übungsregeln und Übungszeiten. Qi Gong = Pflege der eigenen Energie

Qi wird durch weiche, entspannte Bewegungsabfolgen durch den Körper geleitet. Die Übungen regulieren alle Lebens- und Energiesysteme des Menschen. Der frei zirkulierende Atem und die Vorstellungskraft unterstützen den Vorgang und das Bewusstsein verbindet sich mit dem feinstofflichen Qi.

Das untere Dantian (etwa 2 Querfinger unterhalb des Nabels) stellt einen bedeutenden Speicherplatz für Qi dar und soll regelmässig gefüllt werden. Qigong hilft innere Ruhe und eine erhöhte Wahrnehmung zu entwickeln. So wird der eigene Gesundheitszustand selbständig beobachtet und reguliert. Die verbesserte Zirkulation und Verteilung von Qi und Blut stärkt alle Körperfunktionen.

Während und nach den Qi Gong Übungen wird zwischen den Handflächen ein Qi Gefühl spürbar, wenn die Hände in kleinem Abstand auseinander gezogen und wieder zusammen geführt werden. Das Wissen um Lebensenergie und Energiefelder ist sehr alt und in den verschiedensten Kulturen zu finden. Energie wird – je nach Kultur - als Qi (China) Ki (Japan), Prana (Indien), Mana (Polynesien), Vitalenergie, Bioenergie, Pneuma (antikes Griechenland), Apu (Inkas), Ankh (Ägypten), Biomagnetismus (angloamerikanisch), Arunquiltha (Aboriginales),... bezeichnet. (Quelle: Dorothea Hover-Kramer; A Guidebook for Practitioners, 2.Ausgabe, S 13)